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Gespeichertes Kennwort in HeidiSQL sichtbar machen

Es kommt halt mal vor, dass man in der HeidiSQL eine Serververbindung mit Kennwort gespeichert hat, man aber nicht mehr an die Information kommt, wie das Kennwort lautet.
Entweder man findet den Zettel nicht mehr, auf den man es sich notiert hat oder ein Kollege hat einem die Einstellungen übergeben, aber nicht dokumentiert.

Wie dem auch sei – es ist möglich das Kennwort zu retten:

  1. Zuerst speichert man die HeidiSQL-Einstellungen ab:
    Dazu klickt man im HeidiSQL Fenster unten rechts auf „Mehr“
    HeidiSQL Settings
  2. Jetzt öffnet man die Sicherungsdatei in einem Editor (z.B. Notepad++) und sucht nach den Zugangsdaten der Verbindung.
  3. In den Angaben zur Verbindung findet ihr eine lange Zahl. Die Zeile ist so aufgebaut:
    Servers\Verbindungsname\Password<|||>1<|||>726F747B7E766B7A6B78346A6B6

    Die lange Zahl kopiert ihr euch am besten irgendwohin.

  4. Jetzt erstellt ihr eine HTML Datei mit folgendem Inhalt:
    <!doctype html>
    <html>
    <body>
    <script>
    function heidiDecode(hex) {
    var str = '';
    var shift = parseInt(hex.substr(-1));
    hex = hex.substr(0, hex.length - 1);
    for (var i = 0; i < hex.length; i += 2)
    str += String.fromCharCode(parseInt(hex.substr(i, 2), 16) - shift);
    return str;
    }
    document.write(heidiDecode('[ENCODED_PASSWORD]'));
    </script>
    </body>
    </html>
    

     

  5. Jetzt ersetzt ihr den Begriff [ENCODED_PASSWORD] durch eure lange Zahl, die ihr im Schritt 3 rausgefunden habt, und speichert das Dokument ab.
  6. Nun müsst ihr nur noch das gespeicherte HTML-Dokument im Browser öffnen und seht das Kennwort im Klartext.

Quelle: http://www.chasewoodford.com

Windows: Uptime anzeigen

Will man sich nur die Startzeit des Systems anzeigen lassen, tippt man in der Commandline einfach ’starttime‘ ein.
Kein Schnick, kein Schnack, kein Taskmanager usw.

Ich habe mir jetzt folgendes Batch erstellt und in C:\Windows\System32\EigeneBatches gespeichert:

@echo off
:: Autor:            Peter Maier
:: Datum:            17.06.2016
:: Dateiname:        starttime.bat
:: Beschreibung:    Zeigt die Startzeit eines PCs an. 
:: Verwendung:        cmd --> starttime
:: Abhängigkeiten:    Bordmittel
:: Quelle:             http://www.psteiner.com/2013/05/windows-uptime.html
::#######################################################
:: Variablen
:: Funktionen
:: Eigentliches Script
:: englisches Windows
:: for /f "tokens=1,2,*" %%i in ('net statistics workstation ^| find "since"') do @echo %COMPUTERNAME% up since %%k
::deutsches Windows
for /f "tokens=1,2,*" %%i in ('net statistics workstation ^| find "seit"') do @echo %%k

Ich habe den ursprünglichen Teil für ein englisches Windows mal drin gelassen. Sollte es nicht funktionieren, muss man ggfs. einfach mal ’net statistics workstation‘ auf der Kommandozeile ausführen.
Dann hat man schon mal die Info, welche Informationen es hier gibt.
Im deutschen Text steht in der Zeile z.B.

Statistik seit 22/06/2016 13:56:21

Wenn man es sich in der System32 ablegt oder eine PATH Variable auf das passende Verzeichnis setzt, kann man nun einfach ’starttime‘ eingeben und bekomt die gewünschte Info.

VirtualBox: Fehler beim Vergrößern einer vdi Festplattendatei

Will man bei Virtualbox eine Festplatte vergrößern, kann es sein, dass man folgende Fehlermeldung bekommt:

C:\>“C:\Program Files\Oracle\VirtualBox\VBoxManage.exe“ modifyhd „C:\Users\willi\VirtualBox VMs\SuseLeap\SuseLeap.vdi“ –resize 20480
0%…
Progress state: VBOX_E_NOT_SUPPORTED
VBoxManage.exe: error: Resize medium operation for this format is not implemented yet!

WTF? What the fish? Ich habe doch nur eine normale virtuelle Maschine angelegt!

1. Prüfen, ob es evtl. noch Snapshots für diese virtuelle Maschine gibt. Dazu öffnet man den Oracle Virtual Box Manager, klickt die entsprechende Maschine einmal ein und dann kann man oben rechts zwischen “Details” und “Sicherungspunkte” umschalten.
Dort sollte man zunächst sicher gehen, dass alle Sicherungspunkte zusammengeführt worden sind.

2. Prüfen, ob der Datenträger dynamisch oder fixed ist:
Auch hier öffnet man den den Oracle Virtual Box Manager und öffnet den “Manager für virtuelle Medien”.
Oben links auf “Datei” und dann “Manager für virtuelle Medien” auswählen.
Dort sind jetzt alle virtuellen Datenträger sichtbar. Jetzt klickt man die entsprechende virtuelle Festplatte an und kann dann im unteren Fensterteil sehen, ob die Platte dynamisch oder statisch (fixed) ist.
Der Punkt heißt “Art der Abspeicherung”.

Hilfe! Mein Plattentyp ist “feste Größe”! Was kann ich tun?
Wie man die Platten konvertiert und dann vergößert habe ich in einem anderen Artikel beschrieben. [LINK]

Virtual Connect Firmware Update ohne Downtime

Vorarbeiten:
Zunächst muss man klären, dass alle angeschlossenen Server/Storagesysteme redundant angebunden sind. Die Anbindung muss also jeweils über zwei Enet oder FC Module gegeben sein.

Danach öffnet man den OA (HP BladeSystem Onboard Administrator) und geht unter “Systems and Devices” auf “Rack Firmware”. Dort sieht man in der Übersicht die Version des OAs.
Dann klickt man links auf “Interconnect Bays”, um sich die Bezeichnungen anzeigen zu lassen. Klickt man die Module einzeln an, kann man sich unter “Information” die “Part Number” und die “Serial Number” anzeigen lassen.
Mit diesen Nummern sucht man sich jetzt bei HP  die passende Firmware: https://www.hpe.com/us/en/support.html
Dort unter “Product Support” –> “HPE Servers, Storage and Networking” dien entsprechenden Downloads holen.
1. HP BladeSystem c-Class Virtual Connect Support Utility
(VCSU)
2. Die Firmware an sich. In dem Ordner befindet sich eine *.bin Datei. Z.B. vcfwall445.bin im Ordner
HP BladeSystem c-Class Virtual Connect Firmware, Ethernet plus 48Gb 20-port and 816Gb 24-port FC Edition

Ferner legt man sich über den “Virtual Connect Manager” ein aktuelles Backup der Virtual Connect Domain an.

Das eigentliche Update:

OA:
Sollte ein OA Update notwendig sein, kann man das über die Weboberfläche durchführen. In der linken Spalte unter “Active Onboard Administrator” –> “Firmware Update”

Virtual Connect:
Für das eigentliche Update installiert man nun auf einem Server das VCSU. Jetzt öffnet man die CMD und begibt sich in das Verzeichnis, in dem das Utility installiert ist.
cd “C:\Program Files (x86)\Hewlett-Packard Company\Virtual Connect Support Utility\

Funktionsprüfung des Tools:
Mit folgendem Befehl erhält man eine Übersicht der eingebauten Module und der Firmware-Version:
vcsu –a version –i IP-DES-OA –u BENUTZERNAME –p *
Danach wird man nach dem Kennwort gefragt. Anschließend muss man noch den Benutzernamen und das Kennwort des Virtual Connect Domain Administrators eingeben.
Nach einer kurzen Wartezeit erhält man eine Tabelle mit den Angaben. Wenn das klappt, führt man einen “healthcheck” durch.
vcsu -a healthcheck -i <IP> -u <USER> -p <PWD>

Nach so viel Vorarbeit jetzt das eigentliche Update:

vcsu.exe –a update –i <IP> –u <USER> –p <PWD> –l C:\HP-Firmware\<firmwarename>.bin –vcu <USER> –vcp <PWD> –q –oe manual –of manual

Wichtig sind die beiden letzten “manual” Einträge. Nicht aus Versehen zu früh abschicken. Smile
Zur Erklärung, was wir dort tun:
-a update    Die “Action” ist “update”
-i    IP-Adresse des OA
-u, –p, –vcu, –vcp    Die beiden Benutzerkonten
-l     “location” – der Pfad zur Updatedatei
-q    “quiet” – das Tool fragt während des Updates nicht nach, ob wirklich aktualisiert werden soll
-oe    Aktivierung der VC-Enet Module (Ethernet)
-of     Aktivierung der VC-FC Module (Fibre Channel)

Was passiert jetzt während des Updates?
Das VCSU entpackt die *.bin Datei und schiebt die benötigte Firmware auf die einzelnen Module.
Da jetzt die Aktivierung auf “manuell” steht, ist die Firmware zwar für die Module verfügbar, aber sie wird erst nach einem Neustart der einzelnen Module aktiv.
Nachdem das VCSU jetzt fertig ist (kann schon recht lange dauern), öffnet man den OA und klickt im Bereich “Interconnect Bays” auf ein Modul. In der Übersichtsseite geht man jetzt auf “Virtual Buttons” und klickt auf “Reset”. So startet man mit zeitlichem Abstand die Module durch.
Am besten macht man sich pro Modul ein cmd-Fenster auf und pingt es per ping –t <IP> an. Dann sieht man, wann ein Modul neu startet.
ACHTUNG: Zwischen den Modulstarts ausreichend Zeit lassen. Mindestens 5 Minuten sollte man den Modulen schon gönnen!
Es bietet sich an ein Enet Modul und danach dann ein FC Modul zu starten. Dann das andere Enet und das zweite FC Modul.

Den Erfolg der Aktion sieht man dann entweder im OA unter “Rack Firmware” ganz unten im Bereich “Interconnect Firmware Information” oder wieder über das VCSU
vcsu –a version –i IP-DES-OA –u BENUTZERNAME –p *