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Ubuntu Linus OS

Virtualbox Ubuntu Fehlermeldungen beim Start

Startet man ein Ubuntu System in einer Virtual Box, so kann es sein, dass einem während des Bootvorganges zwei Fehlermeldungen auffallen. Diese Meldungen sind zwar reine Kosmetik und haben keine Auswirkungen auf das System, aber so etwas stört dann doch ein wenig.

Meldung 1:
piix4_smbus 0000.00.07.0: SMBus base address uninitialized – upgrade bios or use force_addr=0xaddr

Meldung 2:
intel_rapl: no valid rapl domains found in package 0

piiix4_smbus intel_rapl

Diese Fehlermeldungen zeigen, dass Ubuntu zwei Module nicht laden kann, die es üblicherweise auf echten PCs starten würde.
Die VM hat halt keinen smbus. RAPL (Running Average Power Limit) ist kurz gesagt eine Energieverwaltung von Intel.
Beides für eine VM in VirtualBox nicht spannend. 🙂

So beseitigt man die Fehlermeldungen:

a) Zuerst editiert man die blacklist.conf um die Module zu deaktivieren:
sudo vi /etc/modprobe.d/blacklist.conf

[Ergänzung:]
Bei Suse (Leap) heißt die Datei entsprechend 50-blacklist.conf

Hier fügt man zwei Einträge dazu (ich kommentiere die Einträge gerne noch, damit ich in einem Jahr auch noch weiß, warum ich das gemacht habe 🙂 ):

# Fehlermeldung intel rapl error messages on boot
blacklist intel_rapl

# Fehlermeldung SMBus base address uninitialized
blacklist i2c_piix4

Am besten jetzt noch ein Update des initramfs hinterher:

update-initramfs -u -k all

Jetzt sollten die Fehlermeldungen weg sein.

Linux Gast bekommt keine IP mehr nach VMWare Umzug

Wenn man einen Linux-Gast für eine VMWare kopiert und angibt, dass man ihn kopiert hat, bekommt er keine IP-Adresse.
Das liegt daran, dass in der /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules die MAC-Adresse fest eingetragen ist.

Also vi /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules:

SUBSYSTEM==“net“, ACTION==“add“, DRIVERS==“?*“, ATTR{address}==“00:50:56:xx:xx:xx“, ATTR{dev_id}==“0x0″, ATTR{type}==“1″, KERNEL==“eth*“, NAME=“eth0″

Dort dann die MAC und ggfs. den Namen anpassen. Nach einem Neustart ist die Welt wieder in Ordnung … und erreichbar. 🙂

Ubuntu: Einen Ordner verschlüsseln

Aufgabe:
Die Aufgabe ist überschaubar: Ein einzelner Ordner im Home-Verzeichnis soll möglichst einfach verschlüsselt werden.

Lösung:
Ich verwendete hier eine Lösung mit EncFS. Auch wenn es Mitteilungen gibt, dass es eventuell unsicher ist, so sollte es für den „Hausgebrauch“ auf einem PC noch immer ausreichend sicher sein.

Die Umsetzung im Schnelldurchlauf:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get install encfs

Da encfs eine Gruppenzughörigkeit zu fuse möchte, tragen wir den Anwender dort ein:
sudo gpasswd -a $USER fuse
newgrp fuse

Erstellen des Ordners:
encfs ~/.geheim ~/geheim
Damit erstellen wir einen Ordner ‚geheim‘ und eine versteckte Datei .geheim .
Jetzt wird gefragt, welchen encfs-Modus man verwenden möchte.
Ich verwende den „Paranoia“-Modus: ‚p‘
Jetzt noch ein Passwort definieren, welches im Anschluß noch einmal zur Bestätigung eingegeben werden muss.

Jetzt ist der Ordner eingehängt und bereit.

Nacharbeiten:
encfs verwendet die versteckte Datei quasi als Filesystem, welches man mit dem Ordner (in diesem Fall ‚geheim‘) einbindet und bereitstellt.
Heißt natürlich auch, dass man den Ordner auch wieder trennen kann, wenn er nicht benötigt wird.

Trennen des Verzeichnisses:
fusermount -u ~/geheim
Jetzt sind die Inhalte des geheimen Ordners nicht mehr lesbar. Der Ordner ‚geheim‘ ist jetzt leer.
Einbinden des Verzeichnisses:
encfs ~/.geheim ~/geheim
Jetzt kommt die Abfrage des Kennwortes – danach sind die Daten wieder sichtbar.

Für etwas mehr Komfort kann man sich im home Bereich zwei Scripte ablegen, mit denen sich das Verzeichnis ein- und aushängen läßt.

Einhängen:
#!/bin/bash
#name 1geheim-mount.sh
#desc: mounts my geheim folder
encfs ~/.mount ~/mount

Aushängen:
#!/bin/bash
#name 2geheim-umount.sh
#desc: unmounts my geheim folder
fusermount -u ~/geheim

Die beiden Scripte muss man noch ‚ausführbar‘ machen.
Z.B. chmod +x 1geheim-mount.sh

Jetzt muss man der Dateiverwaltung noch beibringen, dass man Scripte auch ausführen können soll.
Das habe ich in dem Artikel „Shellscript per Doppelklick starten“ beschrieben.

Ubuntu: Shellscript per Doppelklick starten

Eigentlich eine ganz banale Angelegenheit:

In einem Ordner liegen mehrere Scripte, die man gelegentlich ausführen muss.
In alten Ubuntu/Lubuntu Versionen konnte man per Doppelklick ein Script starten und nach einer Bestätigung wurde es dann ausgeführt.

In aktuellen Versionen ist es momentan so, dass man Scripte per Doppelklick lediglich mit anderen Anwendungen öffnen kann. Also z.B. im Editor.

Lösung:

Variante1:
Um das alte Systemverhalten wieder als default zu setzen, öffnet man ein Terminal-Fenster und gibt folgendes ein:
gsettings set org.gnome.nautilus.preferences executable-text-activation ask

Folgende Parameter sind möglich:
ask      = Nachfragefenster, bei dem man die Ausführung bestätigen muss
launch = Ausführung ohne Nachfrage
display = Scriptinhalt wird angezeigt

Variante 2:

Sofern man Nautilus verwendet, geht man auf die Einstellungen (Zahnrad –> Preferences) und dort auf den Karteireiter ‚Behavior‘.
Dort gibt es den Bereich ‚Executable Text Files‘ – hier wird festgelegt, wie sich Nautilus bei ausführbaren Scripten verhält.
Hier gibt es auch wieder die Punkte, die ich in Variante 1 schon genannt habe.
Ich habe da die Nachfragen wieder eingedreht.

Nautilus Preferences

 

Ubuntu: Citrix ICAClient / Receiver Installation 64bit

Ich musste einen Lubuntu-Client mit einer Presentation Server Farm auf 4.5 ‚verheiraten‘.

Damit ich nicht permanent mit ’sudo‘ hantieren will, mache ich mich mal zum su:

sudo su –

Jetzt die eigentlichen Schritte:

1. Die i386-Umgebung aktivieren, da es einige Abhängigkeiten gibt, die ansonsten nicht bedient werden können:

sudo dpkg –add-architecture i386
sudo apt-get update

2. Jetzt muss man das passende Paket HIER herunterladen. Bitte beachten, dass wir die Endung .deb für 64-bit benötigen. Ggfs. das USB Paket noch laden (ich habe es jetzt nicht benötigt).
Da ich es hier mit Presentation Server 4.5 zu tun hatte, habe ich das Paket 12.1.0 gewählt, da in dieser Umgebung kein Citrix Receiver mit

3. Jetzt die Voraussetzungen schaffen:
apt-get install libmotif4:i386 nspluginwrapper lib32z1 libc6-i386 libxp6:i386 libxpm4:i386 libasound2:i386

4. Nun erzeugt man im Download-Ordner einen neuen Ordner ‚ica_temp‘:
mkdir ica_temp

5. … und packt das Installationspaket aus:
dpkg-deb -x icaclient_12.1.0_amd64.deb ica_temp
dpkg-deb –control icaclient_12.1.0_amd64.deb ica_temp/DEBIAN

6. Die Datei ‚control‘ unter DEBIAN anpassen:
vi ica_temp/DEBIAN/control

dort muss die Zeile ‚Depends‘ durch folgende ersetzt werden:
Depends: libc6-i386 (>= 2.7-1), lib32z1, nspluginwrapper, libxp6:i386, libxpm4:i386

und anpassen der Datei ‚postinst‘ in DEBIAN:
vi ica_temp/DEBIAN/postinst

In der Zeile 2648 steht
echo $Arch|grep „i[0-9]86“ >/dev/null
das bitte ersetzen durch
echo $Arch|grep -E „i[0-9]86|x86_64“ >/dev/null

Hintergrund: Die Ausgabe des Befehls ‚uname-m‘ hat als Ergebnis x86_64. Diese Ergebnis wird durch die ursprüngliche Abfrage nicht abgefangen.

7. Wieder zusammenpacken und installieren:

dpkg -b ica_temp icaclient-modified.deb

dpkg -i icaclient-modified.deb

8. Das Verzeichnis ica_temp kann jetzt weg:
rm -r ica_temp

9. Noch ein paar Zertifikate verknüpfen, damit man nicht auf Zertifikats-Fehler stößt (Mozilla hat da mehr im Angebot als das Paket ca-certificates):
ln -s /usr/share/ca-certificates/mozilla/* /opt/Citrix/ICAClient/keystore/cacerts/
c_rehash /opt/Citrix/ICAClient/keystore/cacerts/

Hoffe es hilft!