Schlagwort-Archive: Ubuntu

Ubuntu Linus OS

Could not get lock /var/lib/apt/lists/lock – open (11: Resource temporarily unavailable)

Bei dem Versuch über apt die Pakete zu aktualisieren, kommt (unter Ubuntu oder in meinem Fall Lubuntu) folgende Meldung:

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Reading package lists… Done
E: Could not get lock /var/lib/apt/lists/lock – open (11: Resource temporarily unavailable)
E: Unable to lock directory /var/lib/apt/lists/

Als erstes kann man es mit einem Neustart versuchen.
Leider führte das in meinem Falle nicht zum Erfolg.
Also Ausschau halten nach software center, synaptic oder update manager! Auch Fehlanzeige?!

Bei mir hat folgender Befehl geholfen:

sudo rm /var/lib/apt/lists/* -vf

Danach wieder ein 

sudo apt-get update

damit die Listen neu eingelesen werden.

Ubuntu: PC bei Knopfdruck ausschalten

Gerade wenn man einen „headless“ linux PC laufen hat, möchte man ihn ohne große Umstände herunterfahren können.
Am besten einfach den Powerknopf einmal drücken und die Kiste schaltet sich ab.

So gehts:

sudo vi /etc/acpi/events/powerbtn

dort sucht man die folgende Zeile und kommentier sie mit einem # aus:

action=/etc/acpi/powerbtn.sh

dann sieht sie so aus

#action=/etc/acpi/powerbtn.sh

stattdessen fügt man jetzt folgende Zeile ein:

action=/sbin/poweroff

Jetzt noch einen Dienst neu starten und fertig:

sudo acpid restart

Jetzt fährt der PC auf Knopfdruck herunter.

Virtualbox Ubuntu Fehlermeldungen beim Start

Startet man ein Ubuntu System in einer Virtual Box, so kann es sein, dass einem während des Bootvorganges zwei Fehlermeldungen auffallen. Diese Meldungen sind zwar reine Kosmetik und haben keine Auswirkungen auf das System, aber so etwas stört dann doch ein wenig.

Meldung 1:
piix4_smbus 0000.00.07.0: SMBus base address uninitialized – upgrade bios or use force_addr=0xaddr

Meldung 2:
intel_rapl: no valid rapl domains found in package 0

piiix4_smbus intel_rapl

Diese Fehlermeldungen zeigen, dass Ubuntu zwei Module nicht laden kann, die es üblicherweise auf echten PCs starten würde.
Die VM hat halt keinen smbus. RAPL (Running Average Power Limit) ist kurz gesagt eine Energieverwaltung von Intel.
Beides für eine VM in VirtualBox nicht spannend. 🙂

So beseitigt man die Fehlermeldungen:

a) Zuerst editiert man die blacklist.conf um die Module zu deaktivieren:
sudo vi /etc/modprobe.d/blacklist.conf

[Ergänzung:]
Bei Suse (Leap) heißt die Datei entsprechend 50-blacklist.conf

Hier fügt man zwei Einträge dazu (ich kommentiere die Einträge gerne noch, damit ich in einem Jahr auch noch weiß, warum ich das gemacht habe 🙂 ):

# Fehlermeldung intel rapl error messages on boot
blacklist intel_rapl

# Fehlermeldung SMBus base address uninitialized
blacklist i2c_piix4

Am besten jetzt noch ein Update des initramfs hinterher:

update-initramfs -u -k all

Jetzt sollten die Fehlermeldungen weg sein.

Linux Gast bekommt keine IP mehr nach VMWare Umzug

Wenn man einen Linux-Gast für eine VMWare kopiert und angibt, dass man ihn kopiert hat, bekommt er keine IP-Adresse.
Das liegt daran, dass in der /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules die MAC-Adresse fest eingetragen ist.

Also vi /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules:

SUBSYSTEM==“net“, ACTION==“add“, DRIVERS==“?*“, ATTR{address}==“00:50:56:xx:xx:xx“, ATTR{dev_id}==“0x0″, ATTR{type}==“1″, KERNEL==“eth*“, NAME=“eth0″

Dort dann die MAC und ggfs. den Namen anpassen. Nach einem Neustart ist die Welt wieder in Ordnung … und erreichbar. 🙂

Ubuntu: Einen Ordner verschlüsseln

Aufgabe:
Die Aufgabe ist überschaubar: Ein einzelner Ordner im Home-Verzeichnis soll möglichst einfach verschlüsselt werden.

Lösung:
Ich verwendete hier eine Lösung mit EncFS. Auch wenn es Mitteilungen gibt, dass es eventuell unsicher ist, so sollte es für den „Hausgebrauch“ auf einem PC noch immer ausreichend sicher sein.

Die Umsetzung im Schnelldurchlauf:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get install encfs

Da encfs eine Gruppenzughörigkeit zu fuse möchte, tragen wir den Anwender dort ein:
sudo gpasswd -a $USER fuse
newgrp fuse

Erstellen des Ordners:
encfs ~/.geheim ~/geheim
Damit erstellen wir einen Ordner ‚geheim‘ und eine versteckte Datei .geheim .
Jetzt wird gefragt, welchen encfs-Modus man verwenden möchte.
Ich verwende den „Paranoia“-Modus: ‚p‘
Jetzt noch ein Passwort definieren, welches im Anschluß noch einmal zur Bestätigung eingegeben werden muss.

Jetzt ist der Ordner eingehängt und bereit.

Nacharbeiten:
encfs verwendet die versteckte Datei quasi als Filesystem, welches man mit dem Ordner (in diesem Fall ‚geheim‘) einbindet und bereitstellt.
Heißt natürlich auch, dass man den Ordner auch wieder trennen kann, wenn er nicht benötigt wird.

Trennen des Verzeichnisses:
fusermount -u ~/geheim
Jetzt sind die Inhalte des geheimen Ordners nicht mehr lesbar. Der Ordner ‚geheim‘ ist jetzt leer.
Einbinden des Verzeichnisses:
encfs ~/.geheim ~/geheim
Jetzt kommt die Abfrage des Kennwortes – danach sind die Daten wieder sichtbar.

Für etwas mehr Komfort kann man sich im home Bereich zwei Scripte ablegen, mit denen sich das Verzeichnis ein- und aushängen läßt.

Einhängen:
#!/bin/bash
#name 1geheim-mount.sh
#desc: mounts my geheim folder
encfs ~/.mount ~/mount

Aushängen:
#!/bin/bash
#name 2geheim-umount.sh
#desc: unmounts my geheim folder
fusermount -u ~/geheim

Die beiden Scripte muss man noch ‚ausführbar‘ machen.
Z.B. chmod +x 1geheim-mount.sh

Jetzt muss man der Dateiverwaltung noch beibringen, dass man Scripte auch ausführen können soll.
Das habe ich in dem Artikel „Shellscript per Doppelklick starten“ beschrieben.