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Windows Shutdown hängt: Shutting down service windows update

Wenn bei Windows (in diesem Falle ein Server 2012) ein Neustart oder das Herunterfahren sehr lange dauert und er dann mit der Meldung „shutting down service windows update“ (Updatedienst wird beendet) hängen bleibt, kann folgende Vorghehensweise helfen:

  1. Dienste öffnen (services.msc) und den Windows Update Dienst beenden. Das kann evtl. ein paar Minuten dauern.
  2. Den Ordner „C:\Windows\SoftwareDistribution“ umbenennen nach „SoftwareDistribution-old“ oder wie auch immer ihr wollt.
  3. Jetzt den oben genannten Dienst wieder starten.

Nach dem Neustart des Dienstes sollte es ein wenig dauern und dann wird der Ordner SoftwareDistribution neu angelegt.
Jetzt sollte Windows Update wieder funktionieren und auch das Beenden des Dienstes beim Herunterfahren sollte wesentlich schneller funktioonieren.

ESXi, vSphere: Der Hardware-Überwachungsdienst antwortet nicht

Problem:
Verbindet man sich mit dem vSphere-Client auf einen ESXi Server und möchte sich den Hardwarestatus anzeigen lassen, erhält man folgende Fehlermeldung:
Hardware-ÜberwachungsdienstDer Hardware-Überwachungsdienst antwortet nicht; der Host ist nicht eingeschaltet.
Die Meldung ist natürlich recht irreführend, da der Host läuft und lediglich der Hardware-Überwachungsdienst nicht schnell genug antwortet.

Lösung:

Man verbindet sich per vSphere-Client auf Server und wählt direkt den betroffenen Host aus.
Dort öffnet man den Bereich „Konfiguration“ und dort das Sicherheitsprofil, das unter „Software“ zu finden ist.
Jetzt im oberen Bereich („Dienste“) die „Eigenschaften“ auswählen und den CIM-Server auswählen. Das ist normalerweise der letzte Eintrag in der Liste. Nun diesen Dienst neu starten (über den Punkt „Optionen“).
Danach den vSphere Client schließen, neu öffnen und die Verbindung wieder herstellen. Nun wieder den Reiter „Hardwarestatus“ öffnen und evtl. noch mal rechts oben auf „Update durchführen“ klicken.

Wenn das nicht hilft, kann man noch versuchen den Watchdog neu zu starten. Das ist in einem anderen Beitrag beschrieben.

SLES (SuseLeap): Runlevel ändern

Um den Standard-Runlevel im SLES oder SuseLeap zu ändern, muss man zunächst einmal wissen, dass Suse dazu übergegangen ist, den Runlevel mit systemd zu verwalten.
Zunächst einmal kann man weiterhin die Runlevel mit “init 3” und “init 5” wechseln. Aber hier gehts um den Level, der beim Starten aufgerufen wird.

Variante 1:
Welcher Level ist eingestellt?
systemctrl get-default

Den Runlevel entsprechend den Leveln 2,3,4 (mehrbenutzer, nicht grafisch) setzen:
systemctrl set-default multi-user.taget

Den Runlevel entsprechend 5 (mehrbenutzer, grafisch) setzen:
systemctrl set-default graphical.target

Prüfen kann man das dann wieder mit “systemctrl get-default”

Variante 2:
Den gesetzen Standardrunlevel prüfen:
ls –l /etc/systemd/system/default.target
Ergebnis:
/etc/systemd/system/default.target –> /usr/lib/systemd/system/graphical.target
Es ist also die grafische Oberfläche gesetzt.

Setzen der nicht grafischen Oberfläche:
ln –sf /usr/lib/systemd/system/multi-user.target  /etc/systemd/system/default.target

Prüfen der Einstellung:
ls –l /etc/systemd/system/default.target
Der Link sollte jetzt auf multi-user.target verweisen.

Virtual Connect Firmware Update ohne Downtime

Vorarbeiten:
Zunächst muss man klären, dass alle angeschlossenen Server/Storagesysteme redundant angebunden sind. Die Anbindung muss also jeweils über zwei Enet oder FC Module gegeben sein.

Danach öffnet man den OA (HP BladeSystem Onboard Administrator) und geht unter “Systems and Devices” auf “Rack Firmware”. Dort sieht man in der Übersicht die Version des OAs.
Dann klickt man links auf “Interconnect Bays”, um sich die Bezeichnungen anzeigen zu lassen. Klickt man die Module einzeln an, kann man sich unter “Information” die “Part Number” und die “Serial Number” anzeigen lassen.
Mit diesen Nummern sucht man sich jetzt bei HP  die passende Firmware: https://www.hpe.com/us/en/support.html
Dort unter “Product Support” –> “HPE Servers, Storage and Networking” dien entsprechenden Downloads holen.
1. HP BladeSystem c-Class Virtual Connect Support Utility
(VCSU)
2. Die Firmware an sich. In dem Ordner befindet sich eine *.bin Datei. Z.B. vcfwall445.bin im Ordner
HP BladeSystem c-Class Virtual Connect Firmware, Ethernet plus 48Gb 20-port and 816Gb 24-port FC Edition

Ferner legt man sich über den “Virtual Connect Manager” ein aktuelles Backup der Virtual Connect Domain an.

Das eigentliche Update:

OA:
Sollte ein OA Update notwendig sein, kann man das über die Weboberfläche durchführen. In der linken Spalte unter “Active Onboard Administrator” –> “Firmware Update”

Virtual Connect:
Für das eigentliche Update installiert man nun auf einem Server das VCSU. Jetzt öffnet man die CMD und begibt sich in das Verzeichnis, in dem das Utility installiert ist.
cd “C:\Program Files (x86)\Hewlett-Packard Company\Virtual Connect Support Utility\

Funktionsprüfung des Tools:
Mit folgendem Befehl erhält man eine Übersicht der eingebauten Module und der Firmware-Version:
vcsu –a version –i IP-DES-OA –u BENUTZERNAME –p *
Danach wird man nach dem Kennwort gefragt. Anschließend muss man noch den Benutzernamen und das Kennwort des Virtual Connect Domain Administrators eingeben.
Nach einer kurzen Wartezeit erhält man eine Tabelle mit den Angaben. Wenn das klappt, führt man einen “healthcheck” durch.
vcsu -a healthcheck -i <IP> -u <USER> -p <PWD>

Nach so viel Vorarbeit jetzt das eigentliche Update:

vcsu.exe –a update –i <IP> –u <USER> –p <PWD> –l C:\HP-Firmware\<firmwarename>.bin –vcu <USER> –vcp <PWD> –q –oe manual –of manual

Wichtig sind die beiden letzten “manual” Einträge. Nicht aus Versehen zu früh abschicken. Smile
Zur Erklärung, was wir dort tun:
-a update    Die “Action” ist “update”
-i    IP-Adresse des OA
-u, –p, –vcu, –vcp    Die beiden Benutzerkonten
-l     “location” – der Pfad zur Updatedatei
-q    “quiet” – das Tool fragt während des Updates nicht nach, ob wirklich aktualisiert werden soll
-oe    Aktivierung der VC-Enet Module (Ethernet)
-of     Aktivierung der VC-FC Module (Fibre Channel)

Was passiert jetzt während des Updates?
Das VCSU entpackt die *.bin Datei und schiebt die benötigte Firmware auf die einzelnen Module.
Da jetzt die Aktivierung auf “manuell” steht, ist die Firmware zwar für die Module verfügbar, aber sie wird erst nach einem Neustart der einzelnen Module aktiv.
Nachdem das VCSU jetzt fertig ist (kann schon recht lange dauern), öffnet man den OA und klickt im Bereich “Interconnect Bays” auf ein Modul. In der Übersichtsseite geht man jetzt auf “Virtual Buttons” und klickt auf “Reset”. So startet man mit zeitlichem Abstand die Module durch.
Am besten macht man sich pro Modul ein cmd-Fenster auf und pingt es per ping –t <IP> an. Dann sieht man, wann ein Modul neu startet.
ACHTUNG: Zwischen den Modulstarts ausreichend Zeit lassen. Mindestens 5 Minuten sollte man den Modulen schon gönnen!
Es bietet sich an ein Enet Modul und danach dann ein FC Modul zu starten. Dann das andere Enet und das zweite FC Modul.

Den Erfolg der Aktion sieht man dann entweder im OA unter “Rack Firmware” ganz unten im Bereich “Interconnect Firmware Information” oder wieder über das VCSU
vcsu –a version –i IP-DES-OA –u BENUTZERNAME –p *