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Windows Update im Griff: ABC-Update

Ich war lange Zeit auf der Suche nach einem Tool, mit dem ich den Windows Update Prozess etwas besser im Griff haben kann.

Lange habe ich mit dem WSUShelper von Wolfgang Fuehrer gearbeitet, allerdings benötige ich zur Ergänzung noch ein Tool, mit dem ich den Update Prozess sofort starten kann.

Hier setzt jetzt das Tool ABC-Update an, welches von Flemming Varmer kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Mit diesem Tool kann man die Updates entweder direkt von Microsoft holen

 ABC-Update.exe /A:Install 

oder von einem WSUS-Server, den man im eigenen Netz hat

 APC-Update.exe /S:WSUS /A:Install /R:N 

(Installiert alle verfügbaren, aber noch nicht installierten Updates ohne Reboot)
Interessant ist auch, dass man für den WSUS Server unterschiedliche Ports angeben kann (also Port 80 oder 8530).

Hier noch die Übersetzte Beschreibung des Programmes von der Webseite:

ABC-Update
ist ein einfach zu bedienendes Tool, mit dem Sie die Kontrolle über MS-Update-Vorgänge behalten.

Mit ABC-Update erhalten Sie die Updates genau dann, wenn Sie sie benötigen, und können auch maximale Neustarts definieren, Filteroptionen verwenden, um Updates anhand von Patchdaten, KB-Artikeln und Update-Kategorien auszuwählen.
Das Tool hat eine GUI- und eine Kommandozeilenversion und ermöglicht es Ihnen, Update-Operationen auch dann zu skripten, wenn Sie diese benötigen. Da Sie das Tool auch von der Kommandozeile aus aufrufen können, ist es gut geeignet für die Verwendung mit Software-Verteilungstools wie ABC-Deploy, MS SCCM und anderen.

Sie haben die Kontrolle. Kein Warten mehr auf automatische Updates.
Getestet OK von Windows XP/2003 und höher

Diese Lücke zwischen dem, was Microsoft direkt nach dem Auspacken anbietet, und dem, was viele Administratoren wirklich wollen, ist das, was das ABC-Update-Tool ausfüllen soll.

 

Windows Shutdown hängt: Shutting down service windows update

Wenn bei Windows (in diesem Falle ein Server 2012) ein Neustart oder das Herunterfahren sehr lange dauert und er dann mit der Meldung „shutting down service windows update“ (Updatedienst wird beendet) hängen bleibt, kann folgende Vorghehensweise helfen:

  1. Dienste öffnen (services.msc) und den Windows Update Dienst beenden. Das kann evtl. ein paar Minuten dauern.
  2. Den Ordner „C:\Windows\SoftwareDistribution“ umbenennen nach „SoftwareDistribution-old“ oder wie auch immer ihr wollt.
  3. Jetzt den oben genannten Dienst wieder starten.

Nach dem Neustart des Dienstes sollte es ein wenig dauern und dann wird der Ordner SoftwareDistribution neu angelegt.
Jetzt sollte Windows Update wieder funktionieren und auch das Beenden des Dienstes beim Herunterfahren sollte wesentlich schneller funktioonieren.

ESXi, vSphere: Der Hardware-Überwachungsdienst antwortet nicht

Problem:
Verbindet man sich mit dem vSphere-Client auf einen ESXi Server und möchte sich den Hardwarestatus anzeigen lassen, erhält man folgende Fehlermeldung:
Hardware-ÜberwachungsdienstDer Hardware-Überwachungsdienst antwortet nicht; der Host ist nicht eingeschaltet.
Die Meldung ist natürlich recht irreführend, da der Host läuft und lediglich der Hardware-Überwachungsdienst nicht schnell genug antwortet.

Lösung:

Man verbindet sich per vSphere-Client auf Server und wählt direkt den betroffenen Host aus.
Dort öffnet man den Bereich „Konfiguration“ und dort das Sicherheitsprofil, das unter „Software“ zu finden ist.
Jetzt im oberen Bereich („Dienste“) die „Eigenschaften“ auswählen und den CIM-Server auswählen. Das ist normalerweise der letzte Eintrag in der Liste. Nun diesen Dienst neu starten (über den Punkt „Optionen“).
Danach den vSphere Client schließen, neu öffnen und die Verbindung wieder herstellen. Nun wieder den Reiter „Hardwarestatus“ öffnen und evtl. noch mal rechts oben auf „Update durchführen“ klicken.

Wenn das nicht hilft, kann man noch versuchen den Watchdog neu zu starten. Das ist in einem anderen Beitrag beschrieben.

SLES (SuseLeap): Runlevel ändern

Um den Standard-Runlevel im SLES oder SuseLeap zu ändern, muss man zunächst einmal wissen, dass Suse dazu übergegangen ist, den Runlevel mit systemd zu verwalten.
Zunächst einmal kann man weiterhin die Runlevel mit “init 3” und “init 5” wechseln. Aber hier gehts um den Level, der beim Starten aufgerufen wird.

Variante 1:
Welcher Level ist eingestellt?
systemctrl get-default

Den Runlevel entsprechend den Leveln 2,3,4 (mehrbenutzer, nicht grafisch) setzen:
systemctrl set-default multi-user.taget

Den Runlevel entsprechend 5 (mehrbenutzer, grafisch) setzen:
systemctrl set-default graphical.target

Prüfen kann man das dann wieder mit “systemctrl get-default”

Variante 2:
Den gesetzen Standardrunlevel prüfen:
ls –l /etc/systemd/system/default.target
Ergebnis:
/etc/systemd/system/default.target –> /usr/lib/systemd/system/graphical.target
Es ist also die grafische Oberfläche gesetzt.

Setzen der nicht grafischen Oberfläche:
ln –sf /usr/lib/systemd/system/multi-user.target  /etc/systemd/system/default.target

Prüfen der Einstellung:
ls –l /etc/systemd/system/default.target
Der Link sollte jetzt auf multi-user.target verweisen.