Archiv der Kategorie: Server

Exchange: Versteckte User und Verteilergruppen als Liste anzeigen

Wenn man sich alle versteckte Verteilergruppen in Exchange (z.B. wegen einer Umstellung) anzeigen lassen will, kann man das per Powershell tun:

get-distributiongroup | select name, Hiddenfromaddresslistsenabled | WHERE {$_.HiddenFromAddressListsEnabled -eq $true }

Wenn man sich entsprechend Benutzer-Mailboxen anzeigen lassen will, geht man so vor:

Get-Mailbox | Where {$_.HiddenFromAddressListsEnabled -eq $True}

Falls einem der Alis und die SendQuota nicht wichtig sind, kann man die mit einem kleinen Filter ausblenden:

Get-Mailbox | Where {$_.HiddenFromAddressListsEnabled -eq $True} | Select Name, HiddenFromAddressListsEnabled

Das Ganze kann man sich natürlich auch wieder in eine CSV-Datei ausgeben, die per Excel, LibreOffice Calc oder jeder anderen Tabellenkalkulation importiert werden kann.

Get-Mailbox | Where {$_.HiddenFromAddressListsEnabled -eq $True} | Select Name, HiddenFromAddressListsEnabled | export-csv c:\exports\hiddenUsers.csv

 

Quellen:
Oxford SBS Guy
social.technet.microsoft.com

 

WSUS Content Ordner bereinigen

Ab und zu kann es mal notwendig sein den WSUS Content Ordner zu bereinigen. Entweder um „Altlasten“ zu entfernen oder um korrupte Patchdateien zu löschen.

Wie arbeitet der WSUS bei der Bereitstellung?

Zunächst lädt der WSUS Server nur die Metadaten der Upadtes herunter. D.h. es wird zuerst nur die Paketinformation geladen.
Nachdem man das Patch bestätigt hat (entweder händisch oder per Autoaccept) wird nun das eigentliche Update heruntergeladen.
Dieses Patch liegt dann in WSUS-Content.

Wie wird das jetzt bereinigt?

  1. WSUS Content Ordner bereinigen
    In den Diensten auf dem WSUS Server beendet man den „Update Service“ Dienst. Danach öffnet man das Verzeichnis WSUSContent (z.B. C:\WSUS\WsusContent) und löscht alle Unterordner. Am besten STRG-A (alles auswählen) und HOCHSTELLTASTE-Entf (ohne Papierkorb löschen).
    Jetzt den „Windows Update“ Dienst wieder starten.
  2. Update Reset durchführen, um WSUS wieder betriebsbereit zu bekommen.
    Jetzt öffnet man die Konsole (CMD) und gibt folgendes ein:
    cd „%SystemDrive%\Program Files\Update Services\Tools\“
    Damit befindet man sich jetzt im Tools Verzeichnis des WSUS Servers.
    Jetzt folgenden Befehl absetzen:
    WsusUtil.exe reset
    Jetzt sollte man dem Server etwas Zeit lassen, um sich neu zu organisieren. Jetzt werden alle Einträge in der Datenbank geprüft und verifiziert, ob die Datei im WSUSContent Ordner verfügbar ist. Ist das nicht der Fall, wird ein BITS* Auftrag gestartet, um die Datei bei Microsoft zu laden.
    So rein optisch passiert jetzt erst einmal nicht viel, aber nach einer Zeit sieht man, dass im WSUS Content Ordner wieder Unterordner angelegt werden.

    Quelle: blogs.technet.microsoft.com
    * BITS – Background Intelligent Transfer Services – mehr Info unter wsus.de

Windows Shutdown hängt: Shutting down service windows update

Wenn bei Windows (in diesem Falle ein Server 2012) ein Neustart oder das Herunterfahren sehr lange dauert und er dann mit der Meldung „shutting down service windows update“ (Updatedienst wird beendet) hängen bleibt, kann folgende Vorghehensweise helfen:

  1. Dienste öffnen (services.msc) und den Windows Update Dienst beenden. Das kann evtl. ein paar Minuten dauern.
  2. Den Ordner „C:\Windows\SoftwareDistribution“ umbenennen nach „SoftwareDistribution-old“ oder wie auch immer ihr wollt.
  3. Jetzt den oben genannten Dienst wieder starten.

Nach dem Neustart des Dienstes sollte es ein wenig dauern und dann wird der Ordner SoftwareDistribution neu angelegt.
Jetzt sollte Windows Update wieder funktionieren und auch das Beenden des Dienstes beim Herunterfahren sollte wesentlich schneller funktioonieren.

Virtual Connect Firmware Update ohne Downtime

Vorarbeiten:
Zunächst muss man klären, dass alle angeschlossenen Server/Storagesysteme redundant angebunden sind. Die Anbindung muss also jeweils über zwei Enet oder FC Module gegeben sein.

Danach öffnet man den OA (HP BladeSystem Onboard Administrator) und geht unter “Systems and Devices” auf “Rack Firmware”. Dort sieht man in der Übersicht die Version des OAs.
Dann klickt man links auf “Interconnect Bays”, um sich die Bezeichnungen anzeigen zu lassen. Klickt man die Module einzeln an, kann man sich unter “Information” die “Part Number” und die “Serial Number” anzeigen lassen.
Mit diesen Nummern sucht man sich jetzt bei HP  die passende Firmware: https://www.hpe.com/us/en/support.html
Dort unter “Product Support” –> “HPE Servers, Storage and Networking” dien entsprechenden Downloads holen.
1. HP BladeSystem c-Class Virtual Connect Support Utility
(VCSU)
2. Die Firmware an sich. In dem Ordner befindet sich eine *.bin Datei. Z.B. vcfwall445.bin im Ordner
HP BladeSystem c-Class Virtual Connect Firmware, Ethernet plus 48Gb 20-port and 816Gb 24-port FC Edition

Ferner legt man sich über den “Virtual Connect Manager” ein aktuelles Backup der Virtual Connect Domain an.

Das eigentliche Update:

OA:
Sollte ein OA Update notwendig sein, kann man das über die Weboberfläche durchführen. In der linken Spalte unter “Active Onboard Administrator” –> “Firmware Update”

Virtual Connect:
Für das eigentliche Update installiert man nun auf einem Server das VCSU. Jetzt öffnet man die CMD und begibt sich in das Verzeichnis, in dem das Utility installiert ist.
cd “C:\Program Files (x86)\Hewlett-Packard Company\Virtual Connect Support Utility\

Funktionsprüfung des Tools:
Mit folgendem Befehl erhält man eine Übersicht der eingebauten Module und der Firmware-Version:
vcsu –a version –i IP-DES-OA –u BENUTZERNAME –p *
Danach wird man nach dem Kennwort gefragt. Anschließend muss man noch den Benutzernamen und das Kennwort des Virtual Connect Domain Administrators eingeben.
Nach einer kurzen Wartezeit erhält man eine Tabelle mit den Angaben. Wenn das klappt, führt man einen “healthcheck” durch.
vcsu -a healthcheck -i <IP> -u <USER> -p <PWD>

Nach so viel Vorarbeit jetzt das eigentliche Update:

vcsu.exe –a update –i <IP> –u <USER> –p <PWD> –l C:\HP-Firmware\<firmwarename>.bin –vcu <USER> –vcp <PWD> –q –oe manual –of manual

Wichtig sind die beiden letzten “manual” Einträge. Nicht aus Versehen zu früh abschicken. Smile
Zur Erklärung, was wir dort tun:
-a update    Die “Action” ist “update”
-i    IP-Adresse des OA
-u, –p, –vcu, –vcp    Die beiden Benutzerkonten
-l     “location” – der Pfad zur Updatedatei
-q    “quiet” – das Tool fragt während des Updates nicht nach, ob wirklich aktualisiert werden soll
-oe    Aktivierung der VC-Enet Module (Ethernet)
-of     Aktivierung der VC-FC Module (Fibre Channel)

Was passiert jetzt während des Updates?
Das VCSU entpackt die *.bin Datei und schiebt die benötigte Firmware auf die einzelnen Module.
Da jetzt die Aktivierung auf “manuell” steht, ist die Firmware zwar für die Module verfügbar, aber sie wird erst nach einem Neustart der einzelnen Module aktiv.
Nachdem das VCSU jetzt fertig ist (kann schon recht lange dauern), öffnet man den OA und klickt im Bereich “Interconnect Bays” auf ein Modul. In der Übersichtsseite geht man jetzt auf “Virtual Buttons” und klickt auf “Reset”. So startet man mit zeitlichem Abstand die Module durch.
Am besten macht man sich pro Modul ein cmd-Fenster auf und pingt es per ping –t <IP> an. Dann sieht man, wann ein Modul neu startet.
ACHTUNG: Zwischen den Modulstarts ausreichend Zeit lassen. Mindestens 5 Minuten sollte man den Modulen schon gönnen!
Es bietet sich an ein Enet Modul und danach dann ein FC Modul zu starten. Dann das andere Enet und das zweite FC Modul.

Den Erfolg der Aktion sieht man dann entweder im OA unter “Rack Firmware” ganz unten im Bereich “Interconnect Firmware Information” oder wieder über das VCSU
vcsu –a version –i IP-DES-OA –u BENUTZERNAME –p *